Gaming for Good“ – Osnabrücker Persönlichkeiten spielen für Geflüchtete

19. Juli 2022 |

Christian

„Gaming for Good“ – unter diesem Motto traten am Samstag, dem 9. Juli, Osnabrücker Persönlichkeiten gegen Schülerinnen der 5. bis 13. Klasse aus Stadt und Landkreis Osnabrück an. Die Disziplinen: Videospiele. In Mario Kart, FIFA und Beat Saber lieferten sich Kinder und Jugendliche packende Duelle mit Erwachsenen und machten das Turnier durch Wetteinsätze – Geldspenden der Erwachsenen und soziales Engagement der Schülerinnen – zu einem spannenden Wettkampf. Ausrichter war die maze GmbH, die mit dem Turnier die Arbeit des gemeinnützigen Vereins Exil e.V. unterstützt. „Der Krieg in der Ukraine hat erneut deutlich gemacht, wie wichtig soziales und zivilgesellschaftliches Engagement für geflüchtete Menschen ist“, erklärt Mit-Initiator Christian Hormann, Marketing Manager der maze GmbH. „Exil e.V. wollten wir unterstützen, weil sie sich schon seit 35 Jahren für die Rechte von Geflüchteten einsetzen und wir eine wichtige Gemeinsamkeit haben: So wie bei Exil haben auch in der Esport Factory Rassismus und jegliche andere Arten von Diskriminierung keinen Platz.“ Die Esport Factory, sonst Trainingslager für Gamer und betrieben von der maze GmbH, wurde am Samstag zum Schauplatz der ersten Ausgabe von „Gaming for Good“.

Übertragen auf eine große Videowand und angefeuert von ihren “Fans”, lieferten sich jeweils 27 Erwachsene und 27 Schülerinnen auf einer voll ausgestatteten Event-Bühne über sechs Stunden einen spannenden Wettkampf. Alle Teilnehmerinnen einte ihre Verbundenheit mit der Region Osnabrück. Die Bandbreite der Games reichte von klassischen und populären Konsolenspielen bis hin zu VR-Spielen an einer Videowall.

Die Art und Höhe des Wetteinsatzes stand den Kindern und Persönlichkeiten frei. “Wir wollten mit “Gaming for Good“ Unterstützung für die Arbeit für Geflüchtete in Osnabrück sammeln und das Bewusstsein fördern, wie wichtig soziales Engagement ist”, so Hormann. “Das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler kommt direkt geflüchteten Kindern und Jugendlichen zugute”, ergänzt Exil-Geschäftsführerin Sara Josef. “Die Schülerinnen und Schüler, die ihr Duell verloren haben, werden voraussichtlich in den kommenden Wochen einen gemeinsamen Nachmittag mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus dem Ankunftszentrum Bramsche gestalten”.

Josef und weitere Mitarbeitende von Exil e.V. informierten auf der Veranstaltung über die Arbeit des Vereins und Möglichkeiten für jede und jeden, die sich über „Gaming for Good“ hinaus für Geflüchtete engagieren möchten. Darüber hinaus konnten alle Gäste über den gesamten Tag in einen lockeren Austausch kommen und verschiedene Games aller Spielformen und Plattformen in Ruhe testen.

Das Teilnehmerfeld bestand unter anderem aus den Profispielern Jannik Zahmel und Henry Rorig sowie Geschäftsführer Dr. Michael Welling vom VfL Osnabrück, Felix Lukowski von den OSC Tigers, Tiemo Wölken, MdEP, Joachim Jeska, Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreises Osnabrück, Patricia Heller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osnabrück, einem Team der IHK Osnabrück, einem Team der Deutschen Bank, einem Team des Business Network International, Ratsmitglied Kalla Wefel, Anne Dietrich von der OsnabrückHalle, Michael Hull und dem Osnabrücker Nachtbürgermeister Jakob Lübke.

“Mithilfe von Videospielen wollten wir insbesondere auch eine junge Zielgruppe für das Thema der Hilfe für Geflüchtete sensibilisieren”, sagt maze-Mitarbeiter Christian Hormann. Games könne jeder unabhängig seines Vorwissens oder Alters spielen. Gerade im Esport sei fairer Wettkampf eine tragende Säule. Die Gaming Community der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeige sich besonders engagiert und sozial. “Diese inklusiven Aspekte sind wenig bekannt, gerade deshalb wollten wir sie nutzen”, so Hormann.

Am Ende war das Turnier ein klares „Heimspiel“ für die Jugend: Lediglich Felix Lukowski von den OSC Tigers und die VfL-Spieler Jannik Zahmel und Henry Rorig konnten ihre Duelle für sich entscheiden. Bei allen anderen 15 Begegnungen holten die teilnehmenden Schülerinnern und Schüler den „Cup“ nach Hause. „Ganz herzlich möchten wir uns bei allen Teilnehmenden bedanken, die Zeit und Geld mitgebracht haben und ganz besonders bei den Mitarbeitenden der maze GmbH, die dieses tolle Event möglich gemacht haben“, sagte Exil-Geschäftsführerin Sara Josef. Dank ihres Engagements seien Spenden in Höhe von über 2.500 Euro für die gemeinnützige Arbeit von Exil zustande gekommen – und zusätzlich ganz viel Spaß und ein toller Nachmittag für alle Beteiligten.